In diesem Grundlagenseminar befassen wir uns mit poetischen Formen, im Plural. Mit neuen Formen, alten Formen, obsoleten, antiken, barocken und modernen Formen. Welche Formen sind womöglich nicht mehr zu retten, welche lassen sich sinnvollerweise recyceln?
Vom Metrum über silbische Dichtung hin zu allen Erscheinungsformen des Reimes, über die Odengruppe und unterschiedliche strophische Varianten zur Sestine, Villanelle und zum Sonett. Auch offene Formen wie das Prosagedicht, das essayistische Gedicht und typographische Archipel-Gedichten nehmen wir in den Blick. Mit besonderer Konzentration auf gegenwärtige formgebundene Experimente wie Ann Cottens neuer Band "Poller" und Marion Poschmanns "Flussfragmente".
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- Teacher: Monika Rinck
Das heißt natürlich auch: Lasst uns über "uns" und unsere Beteiligung an Institutionen sprechen. Nicht nur über die KHM als öffentlich geförderte Kunsthochschule, sondern auch: über deinen Staat, über meinen Verlag, unsere Gesundheitssysteme und über eure WG. Was als "Institutional Critique" vor ein paar Jahrzehnten noch häufig als ein Konzept der Zerstörung oder des Angriffs auf "die Institution" gelesen wurde, muss heute längst verstanden werden als spielerische und demokratische Praxis, sie als solche überhaupt am Leben zu halten.
Wir schauen sowohl auf die inzwischen historischen, institutionskritischen Aktionen von Hans Haacke oder Andrea Fraser genauso wie auf aktuelle künstlerische Projekte, die den konkreten Aufbau einer Institution zum Ziel haben. Dazu rufen wir uns die historischen Voraussetzungen der Institutionsentwicklung ins Gedächtnis und lesen soziologische und politische Institutstheorien (wie zum Beispiel Acemoğlu, Ahrendt, Althusser, Castoriadis, Heinrich, Luhmann, Möllers, Weber u.a.). Um am Ende vielleicht etwas besser zu wissen: Welche Form der Institutionen sind wirklich "nützlich" (Tania Bruguera) und (wie?) zu schützen und welche müssen wir (wie?) verändern.
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- Teacher: Mara Genschel
- Teacher: Monika Rinck